Verschneiter Winter in Prag
Prag – die Hauptstadt der tschechischen Republik – lockt seit Jahren immer mehr Besucher an. Für begeisterte Städtereisende ist die schöne Stadt ein absolutes Muss, denn Prag gilt schon lange als Perle der Osteuropareisen.
Wer Kultur, Geschichte, Architektur, Party und den Flair der alten Straßen und Gassen erleben möchte, der sollte sich eine Reise nach Prag gerade im Winter durch den Kopf gehen lassen. Denn Prag verzaubert im Winter besonders – die alten Straßen und Bauwerke entfalten in frostiger Kälte ihren ganzen rauen Charme.
Altes Praha
Praha – wie der Name der Stadt im tschechischen lautet – beeindruckt vor allem durch seine alten Bauwerke. Der architektonische Stil der Stadt ist besonders von der Gotik, aber auch vom Barock geprägt. Wenn man im winterlichen Prag durch die Innenstadt spaziert, so spürt man bald das Alter dieser besonderen Stadt. Die Bauwerke in den Straßen und Gassen erinnern an die weit zurückreichende Entstehungsgeschichte der Stadt. Bei den alten gotischen Bauwerken wirkt sich dieses Alter durch einen tiefen, mystischen Charme aus.
Wo liegt Prag?
Die Stadt ist im westlichen Teil des Landes gelegen, und zwar an der Moldau. Genauer gesagt liegt Prag 40 Kilometer vor der Mündung der Moldau in die Elbe. Die Moldau durchfließt die Stadt auf einer Strecke von 30 Kilometern, so dass diese sehr stark geprägt von diesem Fluss und natürlich auch von den vielen alten Brücken ist. Besonders bekannt ist die Karlsbrücke (auf tschechisch: Karluv most), die leider immer einem starken Andrang von Touristen ausgesetzt ist. Die Karlsbrücke über der Moldau verbindet die Altstadt mit der Kleinseite der Stadt. Der Grund für ihre Bekanntheit und ihre Bedeutung soll hier später noch kurz erläutert werden.
Im Westen und im Süden von Prag liegen die höchsten Punkte. Der historisch bedeutsame Weiße Berg (die berühmte Schlacht am Weißen Berg markiert einen entscheidenden Höhepunkt des Dreißigjährigen Krieges) ist beispielsweise um die 400 Meter hoch.
Die bekanntesten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt
Eine sehr stark frequentierte, aber auch wirklich eindrucksvolle Sehenswürdigkeit der Stadt ist der Hradschin. Dabei handelt es sich um einen Hügel, von dem aus man die Stadt wunderbar überblicken kann. Doch die vielen Touristen machen sich nicht nur wegen des tollen Ausblicks die Mühe des Aufstiegs – denn auf dem Hradschin (was so viel bedeutet wie Burgstadt) befindet sich die berühmte Prager Burg. Die vielen imposanten Bauwerke hier reichen teilweise zurück bis ins 14. Jahrhundert.
Nun aber zurück zum Wahrzeichen der Stadt, der berühmten Karlsbrücke. Die historisch außerordentlich bedeutsame Brücke wurde ebenfalls im 14. Jahrhundert errichtet und ist damit die älteste erhaltene Steinbrücke der vielen Moldau- Brücken und zählt zu den ältesten Steinbrücken des ganzen Kontinents. Ihre große historische Bedeutung verdankt die Brücke der Tatsache, dass der Krönungsweg der böhmischen Königen über die Karlsbrücke führte.